BrockenHarz

1.141 m ü. NHN

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Der Gipfel des Brockens mit Sendeturm und Brockenhaus über einer Wolkendecke

Der höchste Berg Norddeutschlands

Brocken1.141 mü. NHNHöhe, Aufstieg und Brockenbahn im Harz

Zwischen Granit, Nebel und Geschichten.

Route planen BrockenbahnWetter am Gipfel

Klimawerte und Rekorde der Bergstation

  • ≈ 300

    Nebeltage / Jahr

  • 380cm

    Schneehöhe, Rekord

  • 263km/h

    Windrekord

  • −28,4°C

    Kälterekord


Zahlen, Wege und Geschichten

Der Brocken
im Harz

Kaum ein Berg in Deutschland trägt so viele Namen und Rollen wie der Brocken im Harz: Brocken für die Vermesser, Blocksberg für die Sagensammler, Gipfelbahnhof für die Bahnfreunde. Auf 1.141 Metern treffen norddeutsche Wetterextreme, Granit aus dem Karbon und eine Kulturgeschichte zusammen, die von Goethe bis zur deutschen Teilung reicht. Der Brocken im Harz ist damit Wetterstation, Wallfahrtsort der Sagenleser und Bahnziel in einem.

  1. 1.141 Meter, ein Gipfel mit Geschichte

    Die Höhe des Brockens ist die häufigste Frage zum Berg, und sie hat einen einfachen Grund: nördlich des Mains gibt es keinen höheren Gipfel. Wer von Hamburg, Bremen oder Berlin aus einen echten Bergtag plant, landet fast zwangsläufig hier. Der Brocken überragt seine Nachbarn im Harz deutlich. Der Königsberg folgt mit 1.033 Metern, der Wurmberg auf der niedersächsischen Seite bleibt bei 971 Metern.

  2. Natur über der Baumgrenze

    Ab etwa 1.100 Metern endet der geschlossene Fichtenwald, und es beginnt die waldfreie Kuppe mit Zwergstrauchheide, Bergwiesen und offen liegenden Granitblöcken. Diese Blockhalden sind Reste eines Gesteinskörpers, der vor rund 293 Millionen Jahren in der Tiefe erstarrte und erst durch Abtragung an die Oberfläche kam. Im Brockengarten wachsen seit 1890 alpine Pflanzen aus aller Welt auf einer Versuchsfläche.

  3. Extremes Wetter

    Das Gipfelklima entspricht eher dem von Lagen weit im Norden als dem des umliegenden Mittelgebirges. An etwa 300 Tagen im Jahr liegt Nebel über der Kuppe, die Jahresmitteltemperatur bleibt unter vier Grad, und die Bergwetterwarte hat hier 263 Kilometer pro Stunde Wind und minus 28,4 Grad gemessen. Wer einen klaren Tag erwischt, hat Glück gehabt.

  4. Drei Wege nach oben

    Der bekannteste Zustieg ist der Goetheweg, der am Torfhaus an der Bundesstraße 4 beginnt und über Hochmoor und die alte Bahntrasse verläuft. Vom Kurort Schierke aus ist der Aufstieg über die Brockenstraße der kürzeste. Aus Ilsenburg führt der Heinrich-Heine-Weg mit dem größten Höhenunterschied nach oben. Wer nicht laufen möchte, nimmt die Brockenbahn bis auf 1.125 Meter. Für private Autos ist die Straße gesperrt.

  5. Sagen, Goethe und der Blocksberg

    Der Name Blocksberg stammt aus der Sagenwelt. Seit dem späten Mittelalter gilt der Berg als Versammlungsort von Hexen in der Nacht zum 1. Mai. Johann Wolfgang von Goethe setzte diese Vorstellung in der Walpurgisnacht-Szene des Faust literarisch um, nachdem er den Gipfel selbst mehrfach bestiegen hatte. Wer im Nebel oben steht, versteht, woher die Sagen kommen.

Mehr über den Brocken entdecken

  • Sendemast und Kuppelbau auf dem Brockengipfel im AbendlichtHöhe1.141mü. NHNHöchster Berg im Harz
  • Windgeformte Fichten am oberen Waldrand des BrockensBaumgrenze≈ 1.100mFichtenwald endetDarüber Zwergstrauchheide und offener Granit
  • Schmalspurgleis und Bahnsteigkante auf dem BrockenplateauBahnhof1.125mBrockenbahnHöchster Bahnhof Norddeutschlands
  • Beete mit alpinen Polsterpflanzen zwischen Granitsteinen im BrockengartenBrockengarten1890gegründetErster Alpengarten Deutschlands, rund 1.500 Arten
  • Verwitterte Granitblöcke mit Flechten auf dem BrockenplateauBrockengranit293Mio. JahrealtIn karbonische Grauwacke eingedrungen
  • Steinplattenweg über das offene Plateau zum GipfelgratWege nach oben3markierte RoutenGoetheweg, Brockenstraße, Heinrich-Heine-Weg

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Brocken

Brockenhaus mit Radarkuppel und der gepflasterte Rundweg über das Gipfelplateau
Auf dem Plateau beantwortet das Brockenhaus dieselben Fragen mit einer Ausstellung. Der Rundweg führt einmal um die Kuppe.

Wie hoch ist der Brocken?

Der Brocken erreicht 1.141 Meter über Normalhöhennull. Damit ist er der höchste Berg im Harz und der höchste Gipfel nördlich des Mains. Der amtliche Wert liegt bei 1.141,1 Metern, gemessen am Vermessungspunkt neben dem Brockenhaus.

In welchem Bundesland liegt der Brocken?

Der Gipfel gehört zu Sachsen-Anhalt, genauer zum Landkreis Harz und zur Stadt Wernigerode. Die Landesgrenze zu Niedersachsen verläuft rund zwei Kilometer westlich, weshalb der Berg oft beiden Bundesländern zugeschrieben wird. Zuständig für den Naturschutz ist der Nationalpark Harz, den Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gemeinsam verwalten.

Wie kommt man auf den Brocken?

Es gibt drei gängige Wege. Zu Fuß führen markierte Routen von Torfhaus über den Goetheweg, von Schierke über die Brockenstraße und von Ilsenburg über den Heinrich-Heine-Weg nach oben. Mit der Brockenbahn fahren Dampfzüge von Wernigerode und Drei Annen Hohne bis zum Bahnhof auf 1.125 Metern. Radfahrer nutzen die Brockenstraße. Für private Autos ist die Straße gesperrt.

Was kann man auf dem Brocken machen?

Auf dem Plateau liegen das Brockenhaus mit seiner Ausstellung, der Brockengarten mit alpinen Pflanzen, das Brockenhotel und der Sendeturm. Rund um die Kuppe führt ein befestigter Rundweg mit Blick über den Harz. Bei klarer Sicht reicht er bis in den Thüringer Wald und zum Kyffhäuser.

Warum heißt der Brocken auch Blocksberg?

Der Name Blocksberg stammt aus der Sagenwelt. Seit dem späten Mittelalter gilt der Berg als Versammlungsort von Hexen in der Nacht zum 1. Mai. Johann Wolfgang von Goethe setzte diese Vorstellung in der Walpurgisnacht-Szene des Faust literarisch um, nachdem er den Gipfel selbst mehrfach bestiegen hatte.

Wie ist das Wetter auf dem Brocken?

Das Gipfelklima entspricht eher dem von Lagen weit im Norden als dem des umliegenden Mittelgebirges. An etwa 300 Tagen im Jahr liegt Nebel über der Kuppe, und im Winter 1973 lag 205 Tage lang ohne Unterbrechung Schnee. Die Jahresmitteltemperatur bleibt unter vier Grad. Wer hinaufgeht, packt auch im Sommer eine Jacke ein.

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