BrockenHarz

1.141 m ü. NHN

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Gipfel der Region

Berge im Harz: Übersicht mit Höhe vom Brocken bis zum Wurmberg

Der Harz hat einen Berg, den jeder kennt, und ein Dutzend, die kaum jemand nennen kann. Diese Übersicht ordnet die Harz Berge nach Höhe und sagt, was jeden von ihnen unterscheidet.

  • Höchster

    1.141m

    Brocken

  • Über 900 m

    8Gipfel

    benannte Erhebungen

  • Ausdehnung

    110km

    Nordwest bis Südost

  • Bundesländer

    3

    Anteil am Gebirge


Übersicht: die Berge im Harz nach Höhe geordnet

Die Gipfel des Gebirges verteilen sich auf ein Gebirge von rund 110 Kilometern Länge, das sich diagonal von Nordwesten nach Südosten zieht. Der Oberharz im Nordwesten trägt die hohen Gipfel, der Unterharz im Südosten ist flacher und wärmer. Alle Erhebungen über 900 Metern liegen im Oberharz, und drei davon sind Schultern desselben Massivs.

Wer eine Rangliste der Harz Berge aufstellt, muss sich entscheiden, ob Nebengipfel mitzählen. Heinrichshöhe, Königsberg und Kleiner Brocken erheben sich nicht eigenständig, sondern liegen auf dem Brockenmassiv. Rechnet man sie mit, belegen sie die Plätze zwei bis vier. Rechnet man sie heraus, rückt der Wurmberg auf Platz zwei.

Die höchsten Gipfel:

  • Brocken 1.141 m, Sachsen-Anhalt, waldfreie Kuppe, Bahnhof auf 1.125 m
  • Heinrichshöhe 1.045 m, Nebengipfel am Südhang des Brockens
  • Königsberg 1.033 m, Nebengipfel westlich des Brockens
  • Kleiner Brocken 1.018 m, Nebengipfel an der Nordseite
  • Wurmberg 971 m, Niedersachsen, Seilbahn und Schanze bei Braunlage
  • Renneckenberg 933 m, bewaldeter Rücken nördlich von Schierke
  • Bruchberg 927 m, langgezogener Höhenzug mit Hochmoor
  • Achtermannshöhe 925 m, freistehende Kuppe mit Blockhalde

Die höchsten Erhebungen auf einer Höhenachse

  1. 1.141 mBrockenwaldfrei
  2. 1.045 mHeinrichshöheNebengipfel
  3. 1.033 mKönigsbergNebengipfel
  4. 1.018 mKl. BrockenNebengipfel
  5. 971 mWurmbergNiedersachsen
  6. 933 mRenneckenberg
  7. 927 mBruchbergHochmoor
  8. 925 mAchtermannshöheBlockhalde

Nur der Brocken liegt über der Baumgrenze. Alle übrigen Gipfel im Harz sind bis oben bewaldet.

Wurmberg, Bruchberg und was die Gipfel unterscheidet

Der Brocken ist der einzige Harzer Gipfel, der oberhalb der Baumgrenze liegt. Ab etwa 1.100 Metern endet der geschlossene Fichtenwald, darüber folgen Zwergstrauchheide, Bergwiesen und offene Granitblöcke. Kein anderer Berg der Region erreicht diese Grenze, weshalb alle anderen bis zum Gipfel bewaldet sind.

Welcher der zweithöchste Berg im Harz ist, hängt davon ab, ob man Nebengipfel des Brockenmassivs mitzählt. Zählt man sie mit, ist der zweithöchste Berg im Harz die Heinrichshöhe, sonst der Wurmberg. Der Wurmberg bei Braunlage ist jedenfalls der touristisch am stärksten ausgebaute Berg im Harz. Er trägt eine Seilbahn, Skipisten und die größte Sprungschanze Norddeutschlands. Wer den Brocken zu voll findet, bekommt dort ein ähnliches Panorama mit anderem Charakter.

Bruchberg und Acker bilden einen langen Kamm statt einer Kuppe. Auf ihrem Rücken liegen ausgedehnte Hochmoore, die zu den ältesten Mooren Mitteleuropas gehören. Die Achtermannshöhe steht dagegen frei und trägt an ihrer Spitze eine markante Blockhalde aus Hornfels, von der aus man den Brocken frontal vor sich hat.

Im Unterharz fällt der Ramberg mit 582 Metern aus der Reihe. Er ist ein eigenständiger Granitkörper wie der Brocken, nur kleiner und tiefer, und trägt mit der Viktorshöhe einen alten Aussichtspunkt.

Blockhalde auf einer freistehenden Kuppe mit Blick auf einen größeren Berg mit Sendemast
Die Achtermannshöhe, 925 Meter, mit ihrer Blockhalde aus Hornfels. Von hier hat man den Brocken frontal vor sich.

Die Gipfel nach Bundesland

Die Harz Berge verteilen sich auf drei Bundesländer, und die höchsten Erhebungen jedes Landes liegen dicht beieinander. In Sachsen-Anhalt führt der Brocken mit 1.141 Metern. In Niedersachsen führt der Wurmberg mit 971 Metern, nur wenige Kilometer entfernt. Thüringen hält lediglich den Südrand des Gebirges und hat dort keine vergleichbaren Höhen.

Für die Planung heißt das: Wer beide Länder in einer Tour verbinden will, hat es leicht. Vom Torfhaus in Niedersachsen führt der Goetheweg über die Landesgrenze auf den Brocken in Sachsen-Anhalt. Von Braunlage aus lassen sich Wurmberg und Brocken an zwei Tagen verbinden, mit dem Bahnhof Drei Annen Hohne als Bindeglied.

Wie der Harz zu seinen Bergen kam

Der Harz ist ein Bruchschollengebirge. Er wurde nicht aufgefaltet wie die Alpen, sondern als starre Scholle an Störungen herausgehoben, während das Umland absank. Deshalb steht das Gebirge so abrupt aus der norddeutschen Ebene auf, mit einem scharfen Nordrand und einem sanften Südabfall.

Die Gipfel selbst gehen auf harte Gesteinskörper zurück, die der Verwitterung länger widerstanden als ihre Umgebung. Beim Brocken ist es Granit, der vor rund 293 Millionen Jahren in der Tiefe erstarrte und in karbonische Grauwacke eindrang. Bei Bruchberg und Acker ist es widerstandsfähiger Quarzit. Die Gipfel sind damit weniger das Ergebnis von Hebung als das, was von ihr übrig blieb.

Häufige Fragen

Welche Gipfel im Harz sind über 1.000 Meter hoch?

Vier benannte Erhebungen: der Brocken mit 1.141 Metern und die drei Nebengipfel Heinrichshöhe mit 1.045, Königsberg mit 1.033 und Kleiner Brocken mit 1.018 Metern. Alle liegen im Brockenmassiv.

Welcher ist der zweithöchste Berg im Harz?

Je nach Zählweise die Heinrichshöhe mit 1.045 Metern als Nebengipfel des Brockens oder der Wurmberg mit 971 Metern als höchster eigenständiger Gipfel neben dem Brocken.

Welcher Berg im Harz lohnt sich außer dem Brocken?

Der Wurmberg bei Braunlage für ein weites Panorama mit Seilbahn, die Achtermannshöhe für den frontalen Blick auf den Brocken und der Bruchberg für die alten Hochmoore auf seinem Rücken.

Wie groß ist der Harz?

Das Gebirge erstreckt sich über rund 110 Kilometer von Nordwesten nach Südosten und ist bis zu 30 Kilometer breit. Es verteilt sich auf Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen.