BrockenHarz

1.141 m ü. NHN

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Ausflugsziele

Sehenswürdigkeiten im Harz: Ausflugsziele rund um den Brocken

Der Brocken ist das bekannteste Ziel im Harz, aber nicht das einzige. Diese Übersicht sortiert die Sehenswürdigkeiten im Harz nach Art: Fels und Tal, Städte, Technik und Untergrund.

  • Nationalpark

    247km²

    Sachsen-Anhalt & Niedersachsen

  • Welterbe

    3

    Quedlinburg, Rammelsberg, Wasserregal

  • Hängebrücke

    458m

    Rappbodetalsperre

  • Höhlen

    2

    Baumannshöhle, Hermannshöhle


Fels und Tal: Bodetal, Rosstrappe, Teufelsmauer

Das Bodetal zwischen Thale und Treseburg ist die dramatischste Landschaft der Region und nach dem Brocken das bekannteste Ausflugsziel im Harz. Auf rund zehn Kilometern hat sich die Bode bis zu 280 Meter tief in Granit und Hornfels eingeschnitten. Der Wanderweg verläuft dicht am Wasser, teils über Stege und Treppen; er ist gut ausgebaut, aber nicht flach.

Über dem Talausgang stehen sich zwei Felsen gegenüber: Hexentanzplatz und Rosstrappe. Beide sind mit Seilbahn oder Sessellift erreichbar und tragen Namen aus derselben Sagenwelt wie der Blocksberg. Auf dem Hexentanzplatz wird die Walpurgisnacht am 30. April gefeiert.

Die Teufelsmauer bei Blankenburg und Weddersleben ist etwas völlig anderes: ein schmaler, aufragender Sandsteinrücken, der sich über Kilometer durch das Vorland zieht. Sie gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands, unter Schutz seit 1833.

Städte: Quedlinburg, Goslar, Wernigerode

Quedlinburg gehört seit 1994 zum UNESCO-Welterbe. Der Altstadtkern zählt über 1.300 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, dazu die Stiftskirche St. Servatii auf dem Schlossberg. Die Stadt lässt sich in einem halben Tag zu Fuß erschließen und liegt rund 30 Kilometer östlich des Brockens.

Goslar auf der niedersächsischen Seite ist ebenfalls Welterbe, gemeinsam mit dem Erzbergwerk Rammelsberg. Der Bergbau prägte die Stadt fast tausend Jahre; die Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert und die Gassen um den Marktplatz zeigen, welchen Reichtum das brachte.

Wernigerode als Basisort am Brocken bringt sein eigenes Programm mit: Fachwerkaltstadt, Rathaus mit den beiden spitzen Türmen, Schloss über der Stadt und den Talbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen.

Schmaler Rücken aufragender Sandsteinfelsen quer durch offenes Ackerland
Die Teufelsmauer zieht sich über Kilometer durch das Harzvorland. Sie steht seit 1833 unter Schutz und gehört damit zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.

Technik: Wasserregal, Talsperre, Schmalspurbahn

Das Oberharzer Wasserregal ist eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten im Harz und die am leichtesten zu übersehende. Über Jahrhunderte legten Bergleute ein System aus Teichen, Gräben und Wasserläufen an, um Energie für die Bergwerke zu gewinnen. Rund 100 Teiche und über 300 Kilometer Gräben sind noch vorhanden, seit 2010 als Welterbe eingetragen. Ein Teil des Goetheweges zum Brocken folgt einem dieser Gräben.

Die Rappbodetalsperre trägt die höchste Staumauer Deutschlands mit 106 Metern. Über das Tal spannt sich eine Hängebrücke von 458 Metern Länge, die für Fußgänger begehbar ist; dazu kommen eine Seilrutsche und ein Kletterpark.

Die Harzer Schmalspurbahnen selbst sind ein Ziel. Das Meterspurnetz von rund 140 Kilometern verbindet Wernigerode, Nordhausen und Quedlinburg, im Bergverkehr mit Dampflokomotiven im täglichen Dienst. Wer die Brockenbahn nur als Transportmittel nutzt, übersieht, dass sie selbst die Attraktion ist.

Untergrund und Umland

Bei Rübeland liegen zwei Tropfsteinhöhlen im Kalkstein: die Baumannshöhle, seit dem 16. Jahrhundert zugänglich und damit eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands, und die 1866 entdeckte Hermannshöhle. Beide sind ganzjährig mit Führungen begehbar, mit konstant rund acht Grad Innentemperatur.

Für einen Regentag mit Kindern sind sie die zuverlässigste Alternative zum Gipfel, ebenso wie das Bergwerksmuseum Rammelsberg in Goslar und das Besucherbergwerk Büchenberg bei Elbingerode. Unterkünfte und geführte Touren in der Region vermittelt unter anderem Harz Travel.

Wer mehr Zeit hat, nimmt den Harzer Hexenstieg als roten Faden: 97 Kilometer von Osterode nach Thale, in vier bis fünf Tagen, mit dem Brocken als Etappenziel und Bodetal am Schluss. Der Weg verbindet einen großen Teil der hier genannten Ziele, ohne dass man ein Auto braucht.

Ziele nach Art, mit Entfernung zum Brocken

ZielArtAb WernigerodeMerkmal
BodetalThaleFels & Tal≈ 35 kmbis 280 m tief
TeufelsmauerBlankenburgFels & Tal≈ 20 kmSchutz seit 1833
QuedlinburgAltstadtStadt≈ 30 kmWelterbe, 1.300 Fachwerkhäuser
GoslarRammelsbergStadt≈ 40 kmWelterbe, Kaiserpfalz
RappbodetalsperreHängebrückeTechnik≈ 30 km458 m Brücke, 106 m Mauer
Oberharzer WasserregalOberharzTechnik≈ 45 kmWelterbe, 300 km Gräben
RübelandTropfsteinhöhlenUntergrund≈ 20 kmganzjährig 8 °C

Entfernungen als Straßenkilometer ab Wernigerode und als Größenordnung zu lesen.

Häufige Fragen

Welche Sehenswürdigkeiten im Harz lohnen sich neben dem Brocken?

Das Bodetal bei Thale, die Teufelsmauer bei Blankenburg, die Welterbe-Altstädte Quedlinburg und Goslar, die Hängebrücke an der Rappbodetalsperre und die Tropfsteinhöhlen bei Rübeland.

Was ist bei Regen im Harz möglich?

Die Baumannshöhle und die Hermannshöhle bei Rübeland, das Bergwerksmuseum Rammelsberg in Goslar, das Besucherbergwerk Büchenberg und das Brockenhaus auf dem Gipfel.

Welche UNESCO-Welterbestätten gibt es im Harz?

Drei: die Altstadt von Quedlinburg, das Erzbergwerk Rammelsberg mit der Altstadt von Goslar und das Oberharzer Wasserregal.

Wo wird die Walpurgisnacht im Harz gefeiert?

In mehreren Orten, unter anderem auf dem Hexentanzplatz bei Thale sowie in Schierke und Braunlage. Auf dem Brockengipfel selbst findet die Nacht wegen des Nationalparks nicht statt.

Wie lang ist der Harzer Hexenstieg?

97 Kilometer von Osterode nach Thale, üblicherweise in vier bis fünf Tagesetappen, mit dem Brocken als Höhepunkt der Strecke.